1. Wie sehr beeinflusst die aktuelle Krise dein leben?
Ich, Mich und Meiner haben es auf jeden Fall nicht langweilig miteinander :) Die letzteren zwei streiten ab und zu, meistens diskustieren sie aber friedlich über die Zukunft, über mögliche Dystopien, Aristoteles, was wir zum Mittag essen werden. Sie machen sich Gedanken über die Arbeit, das Vergnügen, nachhaltiges Leben, nachhaltigen Sex, urban Farming, unsere Heimat, Kindheit, Revolution, Fotografie, too much personal space, Poesie und das Wichtigste: wer als nächstes Wohnung putzen wird. Ich schaue Mir und Meiner gerne zu und nehme meistens die Richterrolle an.
Unser Gespräch verläuft wie folgt.
Ich: “Denkt ja nicht, dass ich deppert bin. Ich putze die Wohnung sicher nicht als Nächster!” Mich: “Ich habe heute aber das ganze Geschirr gespüllt!” Meiner: “Okay ihr beiden. Dann mache ichs halt...”
2. Kannst du mir mindestens 5 Dinge nennen, die du machen wirst, wenn das alles vorbei ist?
Ruhigen Gewissens metallene Türklinken anfassen.
In einem schwitzigen, verrauchten Club gehen und ohne social distancing abtanzen.
Den alten, grantigen WienerInnen free hugs geben.
An der Alten Donau mit Freunden und den Freunden von Freunden einen riesen Picknick organisieren.
Den Naschmarkt entlang spazieren gehen, alle Bekannten und Freunde begrüßen und in jedem Lokal was trinken.
3. Es ist deine aussergewönliche Situation für alle. Was kannst du den menschen mitgeben.
Die Frage lässt in meinem Kopf ein Bild entstehen: Dabei wirft eine riesige Hand Milliarden Persönlichkeitstests in Papierform aus dem Himmel (natürlich müssen diese Analog ausgefüllt werden ) Der Test trägt den Titel Covid 19.
Wir alle haben erst einen kleinen Teil mit unseren ersten Reaktionen ,Sorgen, Gedanken und Emotionen ausgefüllt. Der Großteil des Test steht noch immer noch leer. Wir können jetzt gemeinsam etwas für ein besseres System tun sowie die Beziehungen zu unserer Umwelt und Umgebung neu definieren .
Zumindest haben wir jetzt die Zeit davon zu träumen…